Trauma & Coaching

Was ist ein Trauma?

Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Wunde“ oder „Verwundung“.
Es gibt das einmalige, tief greifende traumatische Erlebnis, wie Geburt oder Unfall usw., genannt Schocktrauma und das
sich wiederholende traumatische Ereignis, genannt Entwicklungstrauma: wiederholte Mißhandlungen, Mobbing und Ähnliches.

Nach Erkenntnissen der modernen Hirnforschung erfahren wir und damit unsere Körpergewebe von Geburt an (wenn nicht sogar vorgeburtlich) bis zum ca. 6. Lebensjahr die wichtigsten Prägungen unseres Lebens.
Unsere Reaktionen auf Stress und Gefahr sind seit damals Programm, gespeichert als kurze lebensnotwendigen neuronale Straßen in unserem Gehirn.
Den Rest des Lebens erfahren wir unsere Reaktionen auf bestimmte Situationen als Wiederholungen. Das kann in der einen Situation gut sein und  in einer anderen Situation hinderlich und zu entsprechenden Blockaden verkörpern.

Ein Trauma wie Unfall, Operation, Gewalt in der Vergangenheit usw. wird in meinem Coaching nicht unbedingt angesprochen. Das Nervensystem soll in keine Retraumatisierung geraten. Die Auswirkungen auf die Körpergewebe nehme ich als Hinweise  für Übungen oder anwendungen wie Bonding. Über die körperlichen Empfindungen ist es möglich, auch ohne Inhalt oder Erinnerung zu arbeiten. Vor allem Ressourcen zu finden und zu aktivieren ist das erklärte Ziel.

Auch die biodynamische  Osteopathie arbeitet mit beidem: mit dem Trauma und mit der Speicherung desselben im jeweiligen Körpergewebe.
Mir fehlte bei der Arbeit meist der bewusste kognitive und somit reproduzierbare Umgang mit den Wiederherstellungsmechanismen und Möglichkeiten des eigenen Organismus.

Denn sowohl Alltag als auch das ganze Leben sind gespickt mit Herausforderungen bis hin zu Grenzerfahrungen und unser ganzer Körper reagiert darauf und unser Nervensystem behält es im Gedächtnis, sicher ist sicher, sagt es sich.

Jedes Nervensystem trägt in sich per naturam ursprüngliche Selbstregulierungskräfte. Wäre dem nicht so, würden wir beispielsweise an einer kleinen Schnittwunde verbluten.
Diese von der Natur eingerichteten Gesetze machen wir uns bei dieser Arbeit zunutze.

Dr. Peter Levine hat darüber geforscht und uns Wege zur Selbstregulation aufgezeigt. (siehe gerne Vorträge auf youtube).
Ich selbst war bei Dami Charf und habe mich von ihren Übungen zur Selbstregulation inspirieren lassen.
( www.traumaheilung.de).

Vor solchen Sitzungen ist es wichtig, eventuell medikamentöse Behandlungen bei einem Arzt oder Psychotherapeuten zu benennen. Es geht um Deine Selbstverantwortung.

Auch hier gilt: es gibt keine Garantie für Heilung oder Linderung.
Ich habe gelernt, was mir selbst zu mehr Selbstvertrauen und innerem Frieden geholfen hat und was ich logisch nachvollziehen kann.

Eine mögliche Variante der Beratung: Du kannst auch kleine ganz private Aufstellungen mit Karten für Dich wählen.

Diese Sitzungen sind als Coaching, als Begleitung zu verstehen und ersetzen bei tiefen Traumatisierungen keine längerfristige Therapie im Sinne einer Psychotherapie bei einer entsprechend ausgebildeten Fachkraft.

Frei nach Wilhelm Busch:
Das Schönste aber ist auf Erden
sich lieben und geliebt zu werden.